Stationäre Pflege

Verhinderungspflege

Macht die private Pflegeperson (z.B. Ehegatte, Kinder) Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, bezuschusst die Pflegeversicherung (ähnlich wie bei Kurzzeitpflege) die Kosten einer Ersatzpflege für längstens 56 Tage je Kalenderjahr, die sogenannte Verhinderungspflege. Ein Anspruch auf Verhinderungspflege besteht jedoch erst, nachdem die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat.

Die Verhinderungspflege kann auch im Anschluss an eine Kurzzeitpflege angeschlossen werden um ein allgemeines Wohlbefinden während dieses Gesamtaufenthaltes zu verbessern, so dass wieder ein selbständigeres Leben in der eigenen Häuslichkeit möglich ist.

Wird die Verhinderungspflege in einer Vollstationären Einrichtung erbracht, beläuft sich die Leistung auf bis zu EUR 1.612 je Kalenderjahr. Insgesamt dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse den Betrag von EUR 1.612 nicht übersteigen.  Da von der pflegebedürftigen Person  Eigenanteile für Unterkunft und Verpflegung sowie Investivkosten zu bezahlen sind, ist eine Beratung im Einzelfall sinnvoll.